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Skandalöse Polizeieinsätze in Stolberg

Am 4.April hatten Nazis aus Europa bekanntlich einen "Trauermarsch" in Stolberg bei Aachen angekündigt.
Doch schon am Abend des 3.April gab es einen Nazi-Fackelmarsch durch Stolberg.
60-90 Faschisten und Faschistinnen marschierten mit hässlichen Fackeln durch die schöne Stadt Stolberg.
Voran wurde ein Transpi mit der Aufschrift "Aus Raus!" getragen.
Im umredeten Mühlener Viertel gab es ein Straßenfest der zum Teil ausländischen Familien bei dem Tee und Gebäck angeboten wurde.
Die Polizei agierte aggressiv und deeskalierend gegen die Antifaschisten und Gegendemonstranten.
Sie hatte versichert, dass kein Nazi durch das Mühlener Viertel kommen würde. Es kam anders; nicht nur, dass ca. 7 Nazis mit ihrer widerlichen Reichskriegsflagge am Straßenfest vorbeimarschierten, die Nazis konnten auch noch mit ihrem gesamten Fackelmarsch am Tatort vorbeilatschen.
Allerdings immer beschallt von Gegenparolen.
Nachdem die Faschisten nun an den meisten Ecken von Gegendemonstranten beschrien wurden, kam es bei einer Polizeiabsperrung zu Konflikten zwischen Polizisten und Demonstranten aus unserem Lager.
Bei dem Versuch eine Polizeiabsperrung zu umgehen und in Hör- bzw. Sichtweite der Nazis zu gelangen griff die Polizei aggressiv ein.
Hektisch wurden Polizeihunde aus ihren Käfigen geholt und verantwortungslos durch die Menge gezerrt - ohne Maulkorb!
Laut Augenzeugenberichten riss nun ein Hund an einem Rucksack eines Demonstranten. Als diesem zur Hilfe geeilt wurde, verbiss sich ein Bullenhund im Bein eines Demonstranten C.
Der Hund blieb, nach Angaben C.'s, ca. 10-20 Sekunden am Bein hängen.
Die Folge war eine tiefe Fleischwunde im Schenkel C.'s.
Die Polizei erklärte:
"Es bleibt im jeweiligen Einsatzfall dem Diensthundeführer überlassen, ob sein Diensthund einen Maulkorb trägt. Tatsächlich wurde ein Demonstrant, von einem Diensthund gebissen. Am Abend des 3. April versuchte ein Demonstrant, die Absperrung der Polizei zu durchbrechen. Bei dem Zusammentreffen mit dem Diensthund wurde er augenscheinlich nicht verletzt. Lediglich die Hose war zerrissen. Das Angebot einer medizinischen Betreuung lehnte er ab."[Quelle:Klarmanns Welt]

Eine Unverschämtheit die sich der Rechtsstaat hiermit erlaubt!

Nachdem der Polizeieinsatz nun schon am Freitagabend ausser Menschlichkeit geraten war, wurde es am Samstag nicht besser.
Da die Antifademo schon vor einigen Tagen verboten worden war, mussten "illegale" Versuche unternommen werden.

Von Aachen aus wurde ein Zug in Richtung Stolberg genommen.
In Stolberg ausgestiegen, wurde der Bahnsteig von etwa 300 AktivistInnen besetzt.
Das gefiel der Polizei garnicht, schliesslich hatten die Nazis bei ihr ein besonderes Recht, das sie dazu veranlasste Durchsagen und Drohungen über Lautsprecher zu machen.
Die Demonstranten wurden aufgefordert den Bahnsteig freizumachen und somit den Nazis unverzüglich freie Bahn zu lassen.
Diesem wurde selbstverständlich nicht nachgekommen.
Nachdem die auch dritte Durchsage nicht befolgt wurde begann die Polizei damit, die Demonstranten mit ungewohnter Brutalität zu entfernen.

Während auf der einen Seite Kampfhunde die Demonstranten einschüchterten und nach ihnen Schnappten, wurde auf der anderen Seite eine Sitzblockade aufgelöst.
Die Polizisten zogen an den Haaren, traten gegen Bauch und Hals, schlugen und Boxten mit unprofessioneller Brutalität.
Mehrere Demonstranten mussten von den Demosanis und auch von den Notärzten behandelt werden und teilweise ins Krankenhaus gebracht werden.

Alle Demonstranten die dem Bullenriot nicht entkommen konnten wurden in einen Polizeikessel gesteckt und dort nun bis zu 6 Stunden festgehalten.
Jugendliche, Schwangere und Behinderte wurden aufgefordert sich zu melden. Wer dem folgte, wurde in einen anderen Kessel gesperrt.

Nach einigen Stunden begann die Polizei einzelne Teilnehmer aufzurufen und zu einer Leibesvisitation zu schicken.
Dieser Kontrolle folgte dann in manchen Fällen eine längere Befragung.
Portät-Fotos von Demonstranten wurden teilweise gemacht.
Von mindestens einem Teilnehmer ist bekannt, dass er gezwungen wurde vor der Kamera Sätze nachzusprechen.
Diese Demütigung ist alles andere als legal und darf nicht ohne Folge bleiben!

Zusammenfassung:
Freitagabend marschierten ca 60-90 Nazis durch Stolberg.
Ca. doppelt soviele schrien ihnen die Ohren weg.
Mindestens ein Demonstrant wurde von der Polizei massiv körperlich verletzt.
Am Samstag marschierten die Nazis mit Vier-Stündiger Verspätung. Eine Stunde, anstatt geplanter 5 Stunden.
Mehr als 200 DemonstrantInnen wurden von der Polizei gedemütigt.
Es gab mehrere Verletzte und mindestens 11 Ingewahrsamnahmen auf unserer Seite.

Die Polizeieinsätze werden nicht ohne Folgen bleiben. Weder rechtlich, noch moralisch!

Berichte:

Roter Teppich für Faschisten - Indymedia

Polizeiübergriffe am Freitag - Indymedia

Stundenlanger Kessel am Samstag - Indymedia

Naziaufmarsch kein Erfolg - Indymedia

Nazis und Fackeln - Indymedia

Antifa/Polizei-Auseinandersetzungen - Klarmanns Welt

Polizei feiert sich: Stellungnahme zu Freitagabend - Presseportal

Polizei feiert sich noch mehr: Zusammenfassung der Polizei von Samstag
8.4.09 18:43
 


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